„Wasser Wasser Wärme“ bezieht sich auf eine Wasser-Wasser Wärmepumpe, auch Grundwasserpumpe genannt, die eine sehr effiziente Heizung ist. Sie nutzt die konstante Temperatur des Grundwassers, um Wärme für das Heizsystem zu gewinnen und ist damit eine kostengünstige und umweltfreundliche Lösung. Der Betrieb erfordert jedoch eine Genehmigung und eine umfangreiche Brunnenanlage.

Bei der Wärmeaufnahme verdampft das Kältemittel. Damit es die gewünschte Temperatur erreicht, wird es durch einen Verdichter komprimiert. Die Wärme des gasförmigen Kältemittels wird über einen weiteren Wärmetauscher an das Heizungswasser übertragen. Diese Wärmeenergie dient zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung.
Durch die Wärmeübergabe kühlt sich das Kältemittel ab. Auf diese Weise verliert es zwar an Temperatur, aber nicht an Druck. Damit sich das Kältemittel vollständig regeneriert, durchströmt es ein Expansionsventil. Der Kreislauf beginnt von vorn.
Werden Wasser-Wasser-Wärmepumpen gefördert?
Wasser-Wasser-Wärmepumpen werden im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude für Einzelmaßnahmen (BEG-EM) gefördert. Diese ist vorrangig für den Heizungstausch im selbst bewohnten Wohneigentum bestimmt. Die Förderung für Wärmepumpen setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen:
- 30% Grundförderung
- 5% Effizienzbonus
- 20% Klima-Geschwindigkeits-Bonus
- 30% einkommensabhängiger Bonus
Der Zuschuss ist auf 70% von maximal 30.000 € Gesamtkosten pro Wohneinheit gedeckelt. Daraus ergibt sich ein Höchstbetrag von 21.000 €.
Wie verläuft die Installation einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe?
Der aufwändigste Teil der Installation einer Grundwasserwärmepumpe besteht in der Errichtung der Brunnenanlage. Hier werden zwei Brunnen erstellt: ein Saugbrunnen und ein Schluckbrunnen. Bevor Sie mit den Brunnenbohrungen anfangen, müssen Sie jedoch eine Genehmigung bei der zuständigen Behörde einholen. Dafür ist ein hydrologisches Gutachten notwendig.
Errichtung der Brunnenanlage
Zunächst werden zwei Löcher in den Boden gebohrt. In die Löcher werden ein Förder- und ein Fallrohr sowie eine Kiesschüttung als Filter eingesetzt. In den Saugbrunnen wird dann eine Tauchpumpe installiert. Die Pumpe wird zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Verdampfer der Wärmepumpe verbunden. Nachdem das Grundwasser durch das System geflossen ist, gelangt es über den Schluckbrunnen zurück in die Grundwasserförderschicht. Auf den Bohrlöchern werden anschließend spezielle Abdeckungen angebracht. Sie dient als Schutz vor Schmutz, Oberflächenwasser und Tieren.
Anschluss der Wärmepumpe
Die Wärmepumpe wird als Fertigteil geliefert und aufgestellt. Nach Fertigstellung der Brunnenanlage wird diese an die Wärmepumpe angebunden. Die Rohre schließen an den Verdampfer an. Dafür sind zwei Kernbohrungen in der Gebäudehülle notwendig.
Zudem werden das Wärmeverteilsystem und die Warmwasserbereitung an den Verflüssiger angeschlossen. Für die Steuerung der Wärmepumpe wird ein entsprechendes Mess- und Steuerungssystem installiert.
Welche Voraussetzungen müssen für den Betrieb erfüllt werden?
Für den effizienten Betrieb einer Wasser-Wasser-Wärmepumpe müssen Sie einige Voraussetzungen erfüllen:
- Wasserqualität: Ein hoher Eisen- oder Mangangehalt verschleißt die Pumpen und verstopft die Brunnen, was zu höheren Wartungskosten führt. Eine Grundwasseranalyse ist in der Planungsphase entscheidend;
- Wasserspiegel: Der Wasserstand darf nicht zu niedrig sein. Denn ab Bohrtiefen über 20 Meter funktionieren die Pumpen nicht mehr einwandfrei. Diese Förderhöhe können sie kaum bewältigen und verlieren somit an Druck;
- Genehmigung: Für die Errichtung einer Brunnenanlage müssen Sie eine Genehmigung einholen;
- Platzbedarf: Stellen Sie sicher, dass Ihr Grundstück über genügend Fläche zur Errichtung der Brunnenanlage verfügt. Zudem muss ein Abstand von mindestens 15 Metern zwischen Saug- und Schluckbrunnen gegeben sein;
- Fließrichtung: Der Förderbrunnen sollte in Strömungsrichtung des Schluckbrunnens angeordnet sein. Damit wird eine Rückführung des abgekühlten Wassers verhindert;
- Abstand zwischen Brunnenanlage und Wärmepumpe sollte minimal sein. Ansonsten drohen Wärmeverluste und somit ein geringerer Wirkungsgrad.
Darüber hinaus müssen Sie die allgemeinen Voraussetzungen für Wärmepumpen erfüllen. Zum einen brauchen sie einen niedrigen Wärmebedarf, zum anderen eine geringe Vorlauftemperatur. Ihr Einfamilienhaus sollte also über ausreichend Dämmung verfügen.

